Zeit der öffenen Türen – Teil 2

Wie ich im ersten Teil dieser Beitrag erwähnt habe, lasse ich gerne die Tür auf, wenn ich im Sommer im Laden bin und das Wetter schön ist. Für mich ist es schöner – ich bekomme frische Luft, höre die Stimmen auf der Strasse und winke meine Nachbarn zu. Es ist auch gut für die Kunden – wenn die Tür offen ist, ist die Hemmschwelle kleiner, die Leute kommen viel eher in den Laden hinein.  Sie schauen sich um, fragen was ich mache und lernen etwas Neues kennen. Manchmal nehmen sie eine Karte mit, oft sagen sie was für einen schönen Laden ich habe und gelegentlich kaufen sie etwas.

Und während ich dasitze und nähe, höre ich dann auch den einen oder anderen Kommentar.  In Teil 1 habe ich erklärt was handmade mit Karotten gemeinsam hat und warum man durchaus handmade kaufen darf. Jetzt möchte ich auf zwei anderen Kommentare eingehen. Das erste ist:

Das ist ein Kindergeschäft.

Ich weiß, dass wir oft Baby- und Kinderprodukte draußen stehen haben und, dass die Produkte sogar im Kinderwagen dekoriert sind. Aber Hands Gallery ist kein Geschäft ausschließlich für Kindersachen.  Ganz im Gegenteil – wir haben zwei Zimmer und meistens ist es so, dass die ‚Erwachsenen‘ Produkte sich in einem Zimmer befinden und die ‚Kinder‘ Produkte in dem anderen.

Zum Beispiel im ersten Zimmer gibt es zur Zeit eleganter Schmuck von Iohanna’s Modeschmuck Design, Jacken aus Stoff und Strick von Pudel Design, Socken, Mützen, Dreieckstücher und Pullover von Funkees Woolies, Taschen von 40 Stitches und schöner Schmuck von Colorific und PapQuilUni.  Alle diese liebevoll gemachte Sachen eigenen sich perfekt als Geschenk. Natürlich darf man sich auch selbst mit etwas Schönes verwöhnen.

Im zweiten Zimmer gibt es Schühchen von Funkees Woolies, Patchworkdecken, Kissen und Kapuzentücher von 40 Stitches und eine große Auswahl an Baby- und Kindergeschenke wie Stofftieren von nguf. Hier wird man findig, wenn man nach einem Babygeschenk sucht für ein Neugeborenes oder Kleinkind.

Das zweite Kommentar, das ich auch oft höre ist:

Das ist eine Wollgeschäft.

Hands Gallery ist keine Wollgeschäft. Diese falsche Vermutung kommt wahrscheinlich daher, dass im Schaufenster und Vitrine so viel Strick- und Häkelsachen ausgestellt werden. Aber in der Hands Gallery kann man keine Wolle kaufen. Stattdessen gibt es von Hand gemachte Strickjacken, Schühchen, Tücher, Schals, Mützen, Socken, Körbe, Stirnbänder, Kissen und noch viel mehr. Also, es stimmt schon, dass wir viele Sachen aus Wolle haben, aber wir verkaufen nur fertige Produkte, die wir Künstler selber gemacht haben.

Natürlich gibt es immer wieder andere Produkte von unseren Gastkünstler und auch die bewahrte Stickservice von 40 Stitches.

Daher möchte ich gerne sagen, dass der ersten Eindruck manchmal täuschen kann.  Vielleicht, wenn Ihr das nächste Mal unsicher seid was das für einen Laden ist, verbringt Ihr einfach ein bisschen Zeit und schaut den Laden nicht nur von Außen, sondern auch von Innen an.