ambulanz - Strickware hergestellt in Deutschland

Anke Hohberg strickt mit der Maschine von Hand. Klingt komisch? Es ist schon etwas Ungewöhnliches, wo Technik und Handarbeit sich treffen. Für sie ist die Haptik sehr wichtig und ihr Kennzeichen – eine Reihe andersfarbige Wolle sieht man in jedem von ihr kreierten Stück. Bei ihr gibt es warme Stulpen, witzige Mützen und kuschelige Schals und Tücher. Da sie nur Fabrik-Reste verwertet ist jedes Stück einzigartig.
Handarbeiten tut sie schon so lang sie denken kann und sie ist auch so aufgewachsen, da sie aus einer textil-herstellenden Region kommt und fast ihre ganze Familie beruflich damit verbunden war. Damals hat sie lange überlegt, ob sie einen Beruf in dieser Richtung ergreifen soll – ihr damaliger Traum war Textilingenieur – es hat sich dann so gefügt, das sie ihren jetzigen Beruf, Heilpraktiker, perfekt damit verbinden kann, da sie aus unterschiedlichsten Gründen, zu der neurophysiologischen Handarbeit, der ambulanz, gefunden habe. Hierbei wird handarbeit verwendet um neurologische Prozesse zu unterstützen.

Dies leitet sie an in verschiedenen Einrichtungen und bei einzelnen Personen, oft auch für Kindergärten und Schulen; d. h. sie bespricht mit betroffenen Personen oder Betreuern / Pädagogen / Erziehern / Physio-und Ergotherapeuten, was die Bedürfnisse sind, und entwickelt ein Konzept, eine Technik oder eine Abfolge, die dort handarbeitlich eingreifen kann. Oft auch bei Lernschwierigkeiten, interaktiven Schwierigkeiten der Klienten, oder auch rein neurophysiologisch um bestimmte Areale oder Verletzungen wieder anzuregen oder zu üben.

Durch diese Anleitungen und Anregungen haben sich inzwischen ein paar Produkte entwickelt, die sie aus ihrer privaten Leidenschaft und auch aus ihrer „Meditation durch handarbeit“ entstanden sind; diese Produkte werden unter der Marke ambulanz angeboten.

Grundsätzlich gilt, dass alle Materialien ungebraucht sind, aber manchmal sind sie auch alt oder Vintage. In jedem Fall sind sie nicht in unbegrenzter Menge vorhanden. Daher sind die Dinge, die entstehen, auch immer von der Materialmenge vorgegeben, und an den vorgedachten Ideen und dem Geistesblitz angelehnt.

Das kann „ererbtes“ Garn sein, oder Restaufkäufe, oder Überbleibsel von großen Projekten, manchmal auch „Ausläufer“ von Firmen, die Farbe wird nicht mehr hergestellt oder die Qualität, oder, oder….

Es gibt vordefinierte Artikel wie z.B. Pulswärmer, Mützen, Umschlagtücher und Kissen. Auf Grund des upcycling Konzeptes, gibt es die meisten Sachen nur einmal. Und jedes Stück hat eine Reihe andersfarbige Wolle mit eingestrickt.  Dies ist eine Erinnerung an die Entstehung der sogenannten Fluffel (wie die Pulswärmer liebevoll bei ihr heißen). Sie mag keine dicken Nähte, und damals war die Naht, die es nun nicht mehr gibt, der Streifen. Inzwischen ist dieser Streifen zu einem Wiedererkennungszeichen ihrer Artikel geworden.

Natürlich gibt es, wie für jeden Regel, Ausnahmen. Diese ‚Ausbrecher‘ sind dann Farbflächen eines besonderen Materials, oder eines besonderen „Fanges“. In diesem Falle kann das mit dem Streifen auch mal anders sein.

Manchmal sieht man, dass ein Produkt auch mal teurer ist als vergleichbare Produkte. Dies kommt daher, dass das Material ganz besonders ist oder eine besonders aufwendige Technik erforderte. Diese Modelle sind dann mit ‚tt‘ markiert.

Grundsätzlich kann sie auf Anfrage auch Spezialstücke fertigen. Nach Absprache entstehen dies entweder aus ihrem privaten Garnfundus oder aus einem vereinbarten Garn. Dies ist aber nicht der Norm. Natürlich werden Sachen gerne aus übrigem Material gefertigt, aber nur unter ihrer Designhoheit.

Das Material ist, ihrer Leidenschaft folgend, immer eine hochwertige Wolle, Wollmischung oder ein nicht alltägliches Material und sollte möglichst mit der Hand gewaschen werden oder im schonenden Wollwaschgang.

seit Dezember 2017